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Vietnam Vereinigte Staaten von Amerika Frankreich .
Willkommen auf der Vietnam-Seite von paulhardcastle.de
"Im Zweiten Weltkrieg war das Durchschnittsalter der US-Soldaten 26."
"In Vietnam war es 19!" (aus dem '19'-Song,
German Version)

Photo: "Vietnam Requiem" (1982) by Jonas McCord und Bill Couturie - Else, Couterie & Korty/ABC Closeup

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INHALT

Vietnamkrieg
[vi'etnam, viet'nam], die bewaffneten Kampfhandlungen in Indochina 1946-75, die ihren Ursprung und Hauptschauplatz in Vietnam hatten.

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Die französische Phase (1946-54):
Der offene frz.-vietnames. Konflikt begann mit dem Haiphong-Zwischenfall (Beschiessung Haiphongs durch frz. Kriegsschiffe am 23.11.1946, als der Forderung des frz. Oberbefehlshabers nach sofortigem Abzug des Vietminh aus Haiphong nicht entsprochen wurde). Schon bald zeigte sich, dass das frz. Expeditionskorps den ab 1949 von den chinesischen Kommunisten unterstützten Vietminh-Truppen unterlegen war. Die amerikanische Regierung gewährte Frankreich im Rahmen ihrer antikommunistischen Eindämmungspolitik ab 1950 Finanzhilfe und entsandte Militärberater nach Saigon.

1953 war der Vietminh militärisch im grössten Teil des Landes präsent und konnte mit der polit. Unterstützung der bäuerl. Bevölkerungsmehrheit rechnen. Nach dem Fall von Ðiên Biên Phu (07.05.1954) wurden am 21.07.1954 in Genf die Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet (Genfer Konferenzen). Die in der von den USA und Grossbrit. nicht unterzeichneten Schlusserklärung der Konferenz angekündigten gesamtvietnamesischen Wahlen zur Wiedervereinigung des in militärischen Einflusszonen geteilten Landes scheiterten am Widerstand des von den USA unterstützten südvietnamesischen Regierungschefs Ngô Ðinh Diêm, der die Franzosen aus dem Land drängte und alle oppositionellen Kräfte ausschaltete.

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Die amerikanische Phase (1960-73):
US-Präsident John Fitzgerald Kennedy (*29.05.1917 - †22.11.1963 ermordet) verstärkte die amerikan. Militärberater in Süd-Vietnam von 2.000 Ende 1960 auf 16.300 Ende 1963. Gleichzeitig wuchs die Zahl der eingesickerten Kader aus Nord-Vietnam. Der amerikan. Präs. Lyndon B. Johnson (*1908 - †1973) liess sich aufgrund des nie ganz aufgeklärten Tonkin-Zwischenfalls (die angebliche Beschiessung von zwei US-Zerstörern durch nordvietnamesische Kriegsschiffe im Golf von Tonkin am 02.08. und 04.08.1964) vom Kongress die Generalvollmacht für eine Ausweitung des Krieges geben u.a. Verstärkung der amerikan. Truppen, Luftangriffe gegen militär. und wirtschaftl. Ziele in Nord-Vietnam sowie gegen das von Nordvietnamesen benutzte Strassennetz des Ho-Chi-Minh-Pfades in Laos und Kambodscha).

In Süd-Vietnam konnten die Amerikaner auch durch den Einsatz ihrer überlegenen Luftwaffe und die Anwendung neuer Kampfmethoden (Entlaubungsmittel, Napalm) zwar einen militär. Gesamtsieg ihres Gegners vereiteln, aber keinen eigenen Sieg erzwingen. Eine polit. Wendung brachte die nordvietnames. Tet-Offensive der Truppen Vo Nguyên Giaps Ende Jan. 1968. Obwohl sie militärisch letztlich ein Fehlschlag war, wirkte sie in den USA als Schock. Mit der Einstellung der Bombardierungen des Nordens wurde die wichtigste Bedingung für die Aufnahme von Verhandlungen (ab Mai 1968 in Paris) erfüllt. In den USA und weltweit nahm die Kritik an der amerikan. Vietnampolitik zu.

Die Lösung aus dem amerikan. Überengagement strebte Präs. R.M. Nixon durch den Abbau der amerikan. Streitmacht in Vietnam seit Anfang 1969, in bilateralen Geheimverhandlungen seines Sonderberaters H.A. Kissinger mit Nord-Vietnam seit Aug. 1969 und durch die Vietnamisierung des Konflikts an, d.h. durch den massiven Aufbau der südvietnames. Armee.

Das Waffenstillstandsabkommen vom 27.01.1973 (im März 1973 auf einer internat. Konferenz bestätigt und garantiert) bestimmte den Abzug des gesamten militär. Personals der USA, ohne über die im Süden befindl. nordvietnames. Truppen etwas auszusagen.

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Die vietnamesische Phase (1973-75):
Verhandlungen zw. den südvietnames. Kriegsparteien zur Bildung des im Abkommen vorgesehenen Versöhnungsrats blieben ergebnislos. Beide versuchten vielmehr, ihre Gebiete mit Waffengewalt zu vergrössern. Diese 3. Phase des Krieges endete mit dem vollständigen Zusammenbruch der südvietnamesischen Armee (30.04.1975 Eroberung Saigons).

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Vietnam-Krieg (zweite Erklärung):
Die zweite Phase der Indochina-Kriege (Indochinakrieg); anfangs ein vietnames. Bürgerkrieg, der durch Unterstützung der UdSSR u. Chinas auf Nordvietnam. Seite u. durch das militär. Eingreifen der USA auf Südvietnam. Seite zu einem SO-asiat. Krieg wurde. Die USA griffen ein, weil sie fürchteten, dass die südostasiat. Staaten kommunistisch würden (Dominotheorie) u. dass sie selbst Macht u. Einfluss in den östl. u. sö. Pazifik-Staaten verlieren könnten.

Als Südvietnam sich 1956 weigerte, die auf der Genfer Indochina-Konferenz (1954) vorgesehene Volksabstimmung zur Wiedervereinigung abzuhalten, kam es in Südvietnam seit 1957 zunehmend zu Guerillatätigkeit der kommunistisch geführten ðViet-Cong. Obwohl die USA als Garantiemacht seit 1961 Militärberater entsandten u. schliessl. auch zum Sturz der Regierung Diem beitrugen, verschlechterte sich ständig die militär. Situation, insbes. durch das Einströmen von Material u. Soldaten aus Nordvietnam. 1964 nahmen die USA den Tonkin-Zwischenfall zum Anlass für einen Einsatz eig. Streitkräfte in Südvietnam u. für einen Luftkrieg gegen Nordvietnam.

Juni 1969 begannen die USA mit dem Abzug ihrer Truppen. Der V. wurde nach langen Verhandlungen 1973 durch einen Waffenstillstand formell beendet, der jedoch kein Ende der Kämpfe u. keine Klärung der Machtverhältnisse in Südvietnam brachte. Nach dem Sturz des Thieu-Regimes u. der Eroberung Saigons am 30.04.1975 war der 30jährige V. beendet. Der V. hat beide Teile Vietnams durch Bomben u. Herbizide weithin verwüstet.


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- Insgesamt 347.309 US-Soldaten kämpften in Vietnam, 8.744.000 US-Soldaten aller Waffengattungen waren in der Zeit vom 04.08.1964-27.01.1973 im Kriegseinsatz*
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- 2,5 Millionen Menschen starben (90% Zivilisten).
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- Davon starben 47.424 US-Soldaten direkt in der Schlacht + 10.785 andere US-Personen / insgesamt wurden 58.209 Soldaten bestattet*
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- 153.303 US-Soldaten und US-Personal wurden verwundet
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- 1.300.000 Vietnamesen wurden getötet**
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- 300.000 Vietnamesen und 2.000 Amerikaner werden noch vermisst (2004**)
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- 2.281 Hubschrauber wurden abgeschossen
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- Die USA geben für die Suche nach vermissten US-Soldaten monatlich 1.000.000 U$ aus (2004**)
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Quelle: The World Almanac and the Book of Facts 2009* ; DiscoveryChannel 2004**

CHRONIKAUSZUG DES VIETNAMKRIEGES
23.11.1946 bis 30.04.1975

04.09.1945
Vietnam wird zur Republik

Der Unabhängigkeitserklärung Ho Chi Minhs zwei Tage nach der japanischen Kapitulation folgt die Entsendung eines französischen Expeditionsheeres, das den Vietminh besiegen und die Kolonialmacht wiederherstellen soll. Die Kämpfe eröffnen den Vietnamkrieg - 23.11.1946.

Am 07.05.1954 unterliegt das von den USA unterstützte französische Korps den von China militärisch versorgten Einheiten des kommunistischen Vietminh. Das am 21.07.1954 unterzeichnete Waffenstillstandsabkommen spricht der Vietminh die nördliche, den französischen Truppen die südliche Hälfte Vietnams zu (02.08.1964).

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Kriege und Krisenherde 1949
Indochinakrieg (Vietnamkrieg)

Bao-Dai, der frühere Kaiser von Annam, wird nach der Proklamation Vietnams zum selbständigen Staat innerhalb der Französischen Union "Staatschef" der "Republik Vietnam". Um die Unabhängigkeitsbewegung in Vietnam zu spalten und die bürgerlichen Kräfte von der Unterstützung der Viet Minh abzubringen, unterstützte die Kolonialmacht Frankreich 1948 die Einberufung einer Provisorischen Zentralregierung Vietnams mit Sitz in Saigon unter Führung des früheren Kaisers von Annam, der jedoch auch nach seiner Ernennung zum »Staatschef« keinen Rückhalt in der Bevölkerung findet.

Seit 1946 wird in Vietnam zwischen den Viet Minh (bzw. der Vietnamesischen Volksarmee) unter der Führung von Ho Chi Minh und Frankreich der Indochinakrieg ausgetragen. Während die Franzosen die Kolonialherrschaft weiterführen wollen, fordern die Viet Minh volle nationale Souveränität.

Die Vietnamesische Volksarmee befolgt die Guerillataktik Mao Tse-tungs, während die Franzosen über 100.000 Soldaten im Lande stehen haben, neben den regulären Truppen auch afrikanische Kolonialeinheiten, Fremdenlegionäre und schliesslich Vietnamesen in französischen Diensten.

Ho Chi Minh, der 1945 die Demokratische Republik Vietnam (DRV) ausgerufen hat, erhält nach der Proklamation der Volksrepublik China am 01.10.1949 auch Unterstützung von Mao Tsetung. Der Westen sieht daher im Indochinakrieg kein isoliertes Problem Frankreichs, sondern betrachtet ihn als Teil des Kampfs gegen den Weltkommunismus.

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21.07.1954
Erster Vietnamkrieg beendet:

Genf. Im Völkerbundpalast endet die Indochina-Konferenz mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens. Vietnam wird durch eine provisorische Demarkationslinie entlang des 17. Breitengrads in zwei Staatshälften eine kommunistische und eine westorientierte geteilt; die Königreiche Kambodscha und Laos erhalten ihre volle Souveränität.

Die französische Kolonialherrschaft in Indochina endete am 07.05., als nach 56 Belagerungstagen die französische Festung Dien Bien Phu in Nordvietnam fiel. Bereits einen Tag später begann die Genfer Friedenskonferenz. Teilnehmer waren Frankreich, Grossbritannien, die USA, die UdSSR, die VR China, der kommunistische Vietminh, die Republik Vietnam sowie die Nachbarstaaten Laos und Kambodscha.

Im Rahmen ihrer Eindämmungspolitik gegenüber der expansiven sowjetischen Aussenpolitik schliessen die USA, die das Genfer Abkommen nicht unterzeichnen, zum Schutz Südostasiens am 08.09. ein Verteidigungsbündnis mit Frankreich, Australien, Grossbritannien, Neuseeland, Pakistan, den Philippinen und Thailand (SEATO). Südvietnam wird in einem Zusatzprotokoll als zu verteidigendes
Interessengebiet genannt.

Mit der Landung der ersten US-amerikanischen Streitkräfte 1961 werden die Weichen für den zweiten Vietnamkrieg (02.08.1964) gestellt.

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Kriege und Krisenherde 1964
Vietnamkrieg

Am 02. und 04.08.1964 beschiessen nach US-amerikanischen Angaben nordvietnamesische Patrouillenboote US-Kriegsschiffe. Den sog. Zwischenfall von Tongking nimmt US-Präsident Lyndon B. Johnson zum Anlass, die Bombardierung des kommunistischen Nordvietnam zu befehlen.

Damit beginnt die »amerikanische Phase« des Vietnamkriegs. Die Kapitulation der französischen Truppen in Diên Biên Phu 1954 war die entscheidende Niederlage Frankreichs im Indochinakrieg, der seit 1945 andauernden »französischen Phase« des Vietnamkriegs. Im Waffenstillstand, der im selben Jahr zwischen der Demokratischen Republik Vietnam und Frankreich geschlossen wurde, wurde Vietnam am Fluss Ben Hai in der Nähe des 17. Breitengrades provisorisch geteilt.

Während sich Nordvietnam unter Ho Chi Minh als kommunistischer Staat stabilisierte, proklamierte in Südvietnam 1955 der Katholikenführer Ngô Dinh Diém die Republik und regierte diktatorisch mit Unterstützung der USA und der Katholiken. 1960 schlossen sich die Widerstandsgruppen Süd-Vietnams gegen die Gewaltherrschaft des US-gestützten Regimes zur Nationalen Befreiungsfront (FNL) zusammen, wegen der kommunistischen Führung auch als Vietcong bezeichnet (Viet Nam Cong San = vietnamesische Kommunisten). Ngô Dinh Diêm wurde 1963 während eines Militärputschs ermordet. Seither lösen sich mehrere kurzlebige Militärregierungen ab.

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1965
PERSON:

Lyndon Baines Johnson, amer. Politiker
*27.08.1908 [Stonewall, Johnson City, Tex.] - †23.01.1973 [San Antonio, Tex., USA]
1963-69: 36. US-Präsident.
1965 weitete er den Vietnamkrieg mit dem Befehl aus, Nordvietnam zu bombardieren. Trotz massiven Truppeneinsatzes konnten die USA die Nordvietnamesen nicht besiegen.

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Kriege und Krisenherde 1965
Vietnamkrieg

1965 landen rund 500.000 US-Soldaten in Vietnam zur Bekämpfung des Kommunismus. Den von den USA so genannten Zwischenfall von Tonkin nahm US-Präsident Lyndon B. Johnson 1964 zum Anlass, die Bombardierung des kommunistischen Nordvietnam zu befehlen. Damit begann die "amerikanische Phase" des Vietnamkriegs.

Die Kapitulation der französischen Truppen in Diên Biên Phu 1954 war die entscheidende Niederlage Frankreichs im Indochinakrieg, der seit 1945 andauernden »französischen Phase« des Vietnamkriegs. Im Waffenstillstand, der im selben Jahr zwischen der Demokratischen Republik Vietnam und Frankreich geschlossen wurde, wurde Vietnam am Fluss Ben Hai in der Nähe des 17. Breitengrads provisorisch geteilt.

Während sich Nordvietnam unter Ho Chi Minh als kommunistischer Staat stabilisierte, proklamierte in Südvietnam 1955 der Katholikenführer Ngo Dinh Diem die Republik und regierte diktatorisch mit Unterstützung der USA und der Katholiken. 1960 schlossen sich die Widerstandsgruppen Südvietnams gegen die Gewaltherrschaft des US-gestützten Regimes zur Nationalen Befreiungsfront (FNL) zusammen, wegen der kommunistischen Führung auch als Vietcong bezeichnet (Viet Nam Cong San = vietnamesische Kommunisten).

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Kriege und Krisenherde 1966
Vietnamkrieg eskaliert

Mit dem Scheitern der Friedensoffensive von US-Präsident Lyndon B. Johnson und der Wiederaufnahme des Luftkriegs gegen Nordvietnam am 31. Januar erlischt vorerst die Hoffnung auf eine Beilegung des Indochina-Konflikts. Im Juli bombardieren die USA erstmals die Städte Hanoi und Haiphong und nehmen dabei bewusst Verluste unter der Zivilbevölkerung in Kauf. Obwohl im Pentagon Zweifel wachsen, ob das kommunistische Nordvietnam militärisch besiegt werden kann, verstärken die USA ihr Truppenkontingent bis zum Ende des Jahres um 194.000 auf
375.000 Mann.

Auf der Konferenz von Honolulu im Februar sagt Johnson den Verbündeten in Saigon massive Wirtschafts- und Entwicklungshilfe zu. Erst auf massiven Druck von seiten der USA und Teilen der Bevölkerung finden im September Wahlen zu einer konstituierenden Versammlung statt. Die Chancen für den Wandel zu einer Demokratie bleiben gering. Monatelang zerreisst ein Bürgerkrieg das Land: Militante Buddhisten liefern sich nach der Absetzung des Kommandanten des 1. Korps, ihrem Glaubensgenossen Nguyen Chanh Thi, im Norden des Landes blutige Gefechte mit Regierungstruppen; neun Mönche und Nonnen verbrennen sich öffentlich.

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Kriege und Krisenherde 1967
Proteste gegen Vietnamkrieg

Bis zum Ende des Jahres erhöhen die USA die Zahl ihrer Soldaten in Vietnam auf 486.000. Mit einer Luftoffensive an der Grenze zwischen Nord- und Süd-Vietnam, bei der durch das Versprühen von Pflanzenschutzmitteln die Wälder »entlaubt« werden, beginnt eine neue Phase des Krieges. Zugleich löst das amerikanische Engagement in Südostasien immer mehr Proteste aus. Am 15. April demonstrieren mehr als 350.000 Menschen unter Leitung des Schwarzenführers Martin Luther King gegen den Krieg in Vietnam. Weltweite Beachtung findet auch die Wehrdienstverweigerung des farbigen Boxweltmeisters Muhammad Ali alias Cassius Clay am 28. April in Houston / Texas.

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1967, 24. Januar, Dienstag

Der US-amerikanische Präsident Lyndon B. Johnson ersucht den Kongress in Washington um zusätzliche Bewilligung von 12,3 Milliarden US-Dollar (rund 48 Milliarden DM) für den Vietnamkrieg.

1967, 15. April, Samstag

125.000 US-Amerikaner demonstrieren unter Führung von Martin Luther King in New York gegen den Vietnamkrieg.

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Kriege und Krisenherde 1968
Vietnamkrieg

Vietcong und nordvietnamesische Truppen beginnen am 30.01.1968 mit der Tet-Offensive, benannt nach dem Neujahrsfest des Mondjahres, die den militärischen Zusammenbruch der USA in Vietnam einleitet.

Vietcong-Einheiten überfallen die US-Botschaft im südvietnamesischen Saigon und halten sie besetzt. Auch andere südvietnamesische Städte werden angegriffen. Die Dauer, Schlagkraft und Beweglichkeit dieser Offensive lösen in den USA Besorgnis aus. Die US-amerikanische Abnutzungstaktik ist fehlgeschlagen. US-Präsident Lyndon B. Johnson steht vor der Alternative, den Forderungen der Militärs nach Truppenverstärkungen nachzukommen und das militärische Engagement der USA noch auszuweiten oder die Erfolglosigkeit der US-Politik in Vietnam einzugestehen.

Angesichts der militärischen Lage und der zunehmenden Kritik in der Öffentlichkeit entscheidet sich der Präsident für die Aufnahme von Verhandlungen am 10. Mai. Der Oberbefehlshaber der US-Truppen in Vietnam, General William C. Westmoreland, wird am 02. Juli abgelöst.

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30.01.1968
Vietcong beginnen Tet-Offensive:

Vietnam. Vietcong-Verbände und nordvietnamesische Truppen starten zu Beginn des buddhistischen Neujahrsfestes (Tet) eine Grossoffensive, die im Vietnamkrieg (04.08.1964) zur Wende führt.

Der ungebrochene Kampfeswille der kommunistischen Verbände, die u.a. zeitweise Teile der südvietnamesischen Hauptstadt Saigon besetzen, schockiert die amerikanischen Öffentlichkeit. Entgegen offiziellen Verlautbarungen, die von einem letzten Verzweiflungsschritt des Vietcong sprechen, müssen die USA erkennen, dass der Krieg nicht zu gewinnen ist. US-Präsident Lyndon B. Johnson kündigt im März eine Begrenzung der Luftangriffe auf das Gebiet südlich des 20. Breitengrads an. Damit ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für erste Friedensgespräche zwischen Nordvietnam und den USA geschaffen, die im Mai in Paris beginnen (27.01.1973).

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16.03.1968
US-Massaker in Vietnam

My Lai. US-Soldaten verüben ein Massaker an den Einwohnern eines südvietnamesischen Dorfes. 507 Menschen, die meisten von ihnen Kinder und Greise, werden niedergemetzelt. My Lai liegt nahe der nordvietnamesischen Grenze in einem Gebiet, das die US-Armee zur sog.

Freien Feuerzone erklärt hat. In diesen Regionen werden Dörfer systematisch zerstört, um sie für den Vietcong unbrauchbar zu machen. My Lai wird zum Sinnbild eines Krieges, dessen Leidtragende vor allem Zivilisten sind. In den USA wachsen Zweifel an der moralischen Rechtfertigung ihres Eingreifens in Vietnam (04.08.1964).

Der Journalist Seymour M. Hersh, der das Verbrechen 1969 in vollem Ausmass ans Tageslicht bringt, erhält 1970 den Pulitzerpreis. Trotz Protesten von Veteranenverbänden wird der in My Lai befehlshabende Offizier, Oberleutnant William L. Calley, 1971 zu lebenslanger Haft verurteilt.

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1968, 23. Juli, Dienstag

In den Nordprovinzen Südvietnams brechen heftige Kämpfe aus, in deren Verlauf der US-Generalmajor Robert Worley durch den Abschuss seines Kampfflugzeuges 104 km nordwestlich von Da Nang ums Leben kommt. Er ist der dritte US-General, der im Vietnamkrieg fällt.

1968, 27. Juli, Samstag

Zum ersten Mal wird Thailand vom Vietnamkrieg berührt. Kommunistische Partisanen verüben einen Anschlag auf den US-Stützpunkt Udorn im Nordosten des Landes und zerstören zwei Kampfflugzeuge. In Thailand sind 43.000 US-Soldaten stationiert. Fast alle Aufklärungsflüge über Nordvietnam beginnen auf den acht US-Luftbasen in Thailand.

1968, 20. September, Freitag

Im Kampf gegen den Vietcong machen die USA im Vietnamkrieg auch Jagd auf Elefanten. Mit Kampfhubschraubern, die mit Maschinengewehren und Raketen bestückt sind, töten sie die Dickhäuter, die vom Vietcong für den Nachschubtransport aus Laos eingesetzt werden.

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1969
PERSON:

Richard Milhous Nixon, amer. Politiker
*09.01.1913 [Yorba Linda, Kalif., USA] - †22.04.1994 [New York City, N.Y., USA]
1969-74: 37. US-Präsident.
Beraten von H. Kissinger beendete er den Vietnamkrieg (1969 Friedensplan für Südostasien)

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Kriege und Krisenherde 1970
Kambodscha im Vietnamkrieg

Im Februar 1970 erobern nordvietnamesische Truppen die sog. Ebene der Tonkrüge im neutralen Königreich Laos zurück. Laos, wie auch das benachbarte Kambodscha, hat für die Armee Nordvietnams und den Vietcong strategische Bedeutung als Aufmarschgebiet und für den Nachschub auf dem entlang der Grenze zu Südvietnam verlaufenden sog. Ho-Chi-Minh-Pfad.

Um diesen Nachschub zu unterbinden, marschieren am 30. April 1970 auf Befehl von US-Präsident Richard M. Nixon starke US-Verbände und südvietnamesische Truppen in Kambodscha ein. Die überraschende und militärisch erfolglose Ausweitung des Kriegs auf Kambodscha stösst auf starke internationale Proteste und heftigen Widerstand in den USA. Zwar werden die US-Truppen bis Ende Juni wieder abgezogen, aber Kambodscha ist nun endgültig in den Dauerkonflikt um Vietnam einbezogen. Zudem steht die Aktion im Gegensatz zum erklärten Ziel der US-amerikanischen Vietnampolitik, das 1964 begonnene militärische Engagement erheblich zu reduzieren.

Dem Einmarsch in Kambodscha vorausgegangen war der Sturz des kambodschanischen Staatsoberhaupts Norodom Sihanuk am 18.03.1970, dem es bisher gelungen war, das Land weitgehend aus dem Vietnamkrieg herauszuhalten. Das neue Regime unter General Lon Nol betreibt eine USA-freundliche Politik. Am 09.10.1970 wird das Königreich Kambodscha von Lon Nol zur Khmer-Republik erklärt.

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Kriege und Krisenherde 1971
Laos im Vietnamkrieg

Im Februar 1971 eröffnen 22.000 südvietnamesische Soldaten mit Unterstützung der US-amerikanischen Luftwaffe in Südlaos eine neue Front im Vietnamkrieg. Mit der Grossoffensive wollen die alliierten südvietnamesisch-amerikanischen Truppen den sog. Ho-Chi-Minh-Pfad unterbrechen, der Laos von Nord nach Süd durchquert. Dieser Verbindungsweg hat für die Armee Nordvietnams und den Vietcong grosse strategische Bedeutung als Nachschubstrasse zur Versorgung ihrer Truppen in Kambodscha und Südvietnam. Die südvietnamesisch-amerikanische Grossoffensive führt jedoch nicht zum schnellen Erfolg, da Hanoi auf einen Angriff Saigons vorbereitet war. Erst nach vierwöchigen Kämpfen gelingt den südvietnamesischen Truppen die Einnahme der Stadt Tschepone, dem Hauptziel der Operation. Die Stadt bildet einen der wichtigsten nordvietnamesischen Stützpunkte für die Verteidigung des Ho-Chi-Minh-Pfads. Die Alliierten müssen jedoch bald feststellen, dass das weitverzweigte Netz von Nachschubwegen im laotischen Dschungel nicht dauerhaft unterbrochen werden kann. Nach einer Grossoffensive der nordvietnamesischen Truppen brechen die Alliierten im März die Laos-Offensive erfolglos ab.

Die Ausweitung des Vietnamkriegs auf Laos stösst auf heftige internationale Proteste und starke Kritik in den USA. Auch die Ankündigung von US-Präsident Richard M. Nixon, im Rahmen eines allmählichen Rückzugs der USA aus Vietnam bis zum 01.12.1971 100.000 US-Soldaten abziehen zu wollen, ruft Proteste in der amerikanischen Öffentlichkeit hervor. Bei der bislang grössten Friedensdemonstration in der US-Geschichte fordern in Washington 300.000 Menschen den sofortigen Abzug der US-Truppen aus Vietnam.

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1971, 08. Februar, Montag

Im Vietnamkrieg wird eine dritte Front eröffnet.

1971, 24. April, Samstag

An der bisher grössten Demonstration gegen den Vietnamkrieg nehmen in Washington fast 300.000 Menschen teil.

1971, 17. September, Freitag

Bei Kämpfen im Mekong-Delta kommt es nach Angaben aus Militärkreisen Saigons zu den blutigsten Gefechten im Vietnamkrieg seit einem Jahr. Bei dem Versuch der Vietcong drei Stellungen der Südvietnamesen zu überrennen, kommen 138 Soldaten ums Leben.

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Kriege und Krisenherde 1972
Rückzug der USA aus Vietnam

Die Welt atmet auf, als sich mit dem Waffenstillstandsabkommen, auf das sich die USA und Nordvietnam vom 08. Oktober 1972 einigen und das am 27. Januar 1973 endgültig unterzeichnet wird, ein Ende des langjährigen Vietnamkriegs abzeichnet.

Mit diesem Abkommen, das den Abzug der noch verbliebenen US-Soldaten innerhalb von 60 Tagen und die Abhaltung freier Wahlen in Südvietnam vorsieht, endet jedoch nur das direkte militärische Engagement der USA in Vietnam, wo insgesamt 56.000 GIs gefallen sind. Der Krieg zwischen Nordvietnam und Südvietnam zieht sich noch bis zum völligen Zusammenbruch der südvietnamesischen Armee Anfang 1975 hin.

Anfang 1972 gibt US-Präsident Richard M. Nixon, der angesichts wachsender Proteste gegen den Vietnamkrieg im In- und Ausland und in Hinblick auf die im November bevorstehende Präsidentschaftswahl eine Beendigung des Kriegs oder zumindest des US-Engagements anstrebt, einen Acht-Punkte-Friedensplan bekannt und informiert die Weltöffentlichkeit über bilaterale Geheimverhandlungen seines Sicherheitsberaters Henry A. Kissinger mit Nordvietnam seit August 1969. Dabei verfolgen Nixon und Kissinger das Ziel einer »Vietnamesierung« des Konflikts: Parallel zu dem 1972 fortgesetzten Abzug der US-Streitkräfte in Südvietnam (im August 1972 werden die letzten Bodentruppen zurückgezogen) erfolgt der massive Aufbau der südvietnamesischen Armee.

Während sich die US-Amerikaner allmählich zurückziehen und Kissinger über einen Waffenstillstand verhandelt, verschärfen sich im Verlauf des Jahres 1972 die militärischen Auseinandersetzungen in Südvietnam. Die (nach der Tet-Offensive von 1968) zweite nordvietnamesische Grossoffensive in Südvietnam ab 30.03.1972 beantwortet Nixon mit der nach vierjähriger Pause Wiederaufnahme des unbeschränkten Luftkriegs gegen Nordvietnam. Immer schwerere US-Luftangriffe (zuletzt um die Jahreswende 1972/73) und die Verminung der nordvietnamesischen Häfen (ab Mai 1972) bringt zwar Nordvietnams Vormarsch vorerst zum Stehen, gibt aber auch Anlass für ein erneutes Aufflammen der Proteste gegen den Vietnamkrieg in aller Welt.

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1972, 30. März, Donnerstag

Im Vietnamkrieg beginnt eine Grossoffensive der nordvietnamesischen Streitkräfte und der Vietcong-Guerillas gegen Südvietnam, in deren Verlauf die kommunistischen Streitkräfte über den 17. Breitengrad nach Süden vorrücken.

1972, 08. Juni,

Bei einem US-Napalam-Angriff auf das Dorf Trang Bang in Nordvietnam wurde u.a. die neujährige Phan Thị Kim Phúc von einem Kamerateam bei ihrer Flucht aus ihrem Dorf gefilmt, als sie ihre brennende Kleidung auszog. Die Filmszenen und ein Photo gingen um die Welt. Kim Phuc flüchtete im Oktober 1992 aus ihrer Heimat nach Toronto, Kanada. Sie ist Mutter von zwei Söhnen und verheiratet.

1972, 30. Dezember, Samstag

Mehr als 200 US-amerikanische Wissenschaftler richten einen Appell an US-Präsident Richard M. Nixon, den Vietnamkrieg zu beenden.

1973, 14. Januar, Sonntag

Mehr als 15.000 Menschen nehmen in Bonn an einer Grossdemonstration teil, die sich gegen den Vietnamkrieg richtet. Der "Marsch durch Bonn" ist von mehreren Vietnamkomitees in der ganzen Bundesrepublik organisiert worden.

1973, 12. Februar - Hanoi

Die ersten 600 amerikanischen Kriegsgefangenen werden in ihre Heimat entlassen.

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Nobelpreisträger 1973
Frieden

Henry A. Kissinger (USA, *1923 - ), Le Duc Tho (Vietnam, *1910) - Kissinger, 1969-73 Sicherheitsberater von US-Präsident Nixon, und der vietnamesische Politiker Le Duc Tho erreichten nach knapp fünfjährigen Verhandlungen 1973 ein Waffenstillstandsabkommen für den Vietnamkrieg. Viele Kritiker betrachteten die Auszeichnung, die Le Duc Tho ablehnte, als verfrüht - erst 1975 verliessen die letzten Amerikaner Saigon.

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Kriege und Krisenherde 1975
Vietnamkrieg: Ende nach 30 Jahren

Mit der Besetzung Saigons durch Truppen des Vietcong am 30. April endet der seit 1946 anhaltende Vietnamkrieg, in den zeitweise auch die Nachbarstaaten Laos und Kambodscha hineingezogen wurden. In diesen beiden Staaten können sich im April ebenfalls sozialistisch orientierte Regierungen etablieren.

Die neue Regierung in Südvietnam strebt die Umgestaltung von Gesellschaft und Wirtschaft sowie eine baldige Vereinigung des seit 1954 geteilten Landes an; diese wird am 02.07.1976 vollzogen.

Die Niederlage der vom Westen gestützten Machthaber in Saigon hat sich bereits Anfang des Jahres abgezeichnet, als der Vietcong zu einer Grossoffensive ansetzte. Sie führte zum vollständigen Zusammenbruch der südvietnamesischen Armee, ohne dass es noch zu einer Entscheidungsschlacht gekommen wäre. Die Machtübernahme der Kommunisten bringt ein neues Problem mit sich. Zehntausende Vietnamesen fliehen, zumeist weil sie wegen ihrer Zusammenarbeit mit dem alten Regime Sanktionen befürchten oder der nun drangsalierten Oberschicht angehören. Die Flüchtlinge versuchen z. T. unter abenteuerlichen Umständen, ihre Heimat zu verlassen. Die Nachbarstaaten sind durch den Flüchtlingsstrom bald überfordert.

Der kommunistische Sieg in Indochina löst vor allem in den USA einen Schock aus. Die Amerikaner hatten vom Beginn der 60er Jahre an bis 1973 selbst in den Vietnamkrieg eingegriffen, der ihnen als entscheidender Kampf gegen eine Ausbreitung des Kommunismus galt. Nach dem Waffenstillstandsabkommen von 1973 hatten sich die US-Soldaten fast vollständig aus Vietnam zurückgezogen, die Regierung in Washington unterstützte das Regime in Saigon aber weiter durch Militär- und Wirtschaftshilfe. Washington befürchtet nun, dass bei den westeuropäischen Partnern der Eindruck entstehen könnte, die USA seien kein zuverlässiger Verbündeter.

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1974, 16. September, Montag

Der US-amerikanische Präsident Gerald R. Ford gibt in Washington eine Amnestie für rund 40.000 Soldaten aus dem Vietnamkrieg bekannt.

1975, 23. April, Mittwoch

US-Präsident Gerald Ford erklärt, der Vietnamkrieg sei beendet, "soweit er Amerika betrifft".

1975, 30. April, 

Der letzte US-Hubschrauber verlässt vom Dach der US-Botschaft Saigon. Er fliegt wie die anderen Hubschrauber raus aufs Meer zu den bereitstehenden US-Schiffen.

1982, 10. November, Mittwoch

In Washington beginnen fünftägige Feierlichkeiten zur Einweihung des Denkmals für die US-amerikanischen Gefallenen im Vietnamkrieg (Vietnam Veterans Memorial). In das Monument sind die Namen aller 57.939 in Vietnam getöteten oder den 2.000 noch vermissten US-Soldaten eingraviert. Gestalterin: Maya Lin (geb. 10.10.1959 Athens, Ohio, USA)

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Filme 1985:

George Pan Cosmatos,
Rambo II - Der Auftrag, 1985 USA
(engl.: Rambo: First Blood, Part II)

Bei "Rambo II Der Auftrag" liegt das US-amerikanische Publikum endgültig dem Killer Rambo (Sylvester Stallone) zu Füssen: Innerhalb weniger Monate, bis zum Kinostart in der Bundesrepublik Deutschland am 12. September, spielt der Film von George Pan Cosmatos in den USA 130 Mio. Dollar ein. Der Film vermittelt die Botschaft, dass die Niederlage der USA im Vietnamkrieg nicht auf die kämpfenden Soldaten, sondern auf die Unfähigkeit der zaudernden Politiker und Geheimdienste zurückzuführen ist. Ungeschminkt plädiert der Film für ein starkes, imperialistisches Amerika und ist ein Zeugnis des politischen Klimas unter der Präsidentschaft von Ronald Reagan. Es kommt wiederholt zu Demonstrationen gegen die brutale Vernichtungspolitik, die dieser Film propagiert.

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1985, Mai - Vietnamlied '19'
Paul Hardcastle (1985)

Paul Hardcastle - '19' (Nineteen)
-erschienen by Chrysalis
-Nr.1-Hit ab 10.06.1985 für 6 Wochen · Gold · Hit des Jahres 1985
-Position (höchste): 1
-Wochen: 18 Wochen insgesamt
-unter den Top10: 12 Wochen
-Sales 27.05.1985
-Airplay 20.05.1985
-wiedererschienen 1995 als CD '19' (1995) ; "The very best of Paul Hardcastle 1983-2003" 2CD 2003

Paul Hardcastle - 19 (German Version)
-erschienen by Chrysalis
-Sales 15.07.1985
-Position (höchste): 17
-Wochen: 8 Wochen insgesamt
-Voice: Werner Veigel, ARD-Nachrichtensprecher
(gestorben. 1995)

www.paulhardcastle.de

Linkeintrag bei *DOCROCK SHOW* - ONLINE + MUSIC + MAGAZIN

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1985, 14. August, Mittwoch

Die Volksrepublik Vietnam übergibt den USA die sterblichen Überreste von 26 im Vietnamkrieg gefallenen US-Soldaten.

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Vietnam

[vi'etnam, viet'nam] (amtl. Soz. Republik V. seit 1980), Staat in SO-Asien, grenzt im N an China, im W an Laos und Kambodscha, im S und O an den Golf von Thailand bzw. an das Südchines. Meer.

Lage:
Fläche: 127.243 sp. miles ; 329.560 km² (2008)
zwischen 8°33' und 23°22' nördl. Breite sowie 102°08' und 109°28' östl. Länge
Einwohner: 86.116.559
(Juli 2008) = 264,7 je km2 / 79.526.000 (2001)
Hauptstadt: Ha Noi - 4.378.000 (2008) , 3.977.202 (2003), 2.841.700 Ew. (2002)
Verwaltungsgliederung: 8 Regionen, 61 Provinzen, 4 Stadtbezirke, 1 Sondergebiet
Amtssprache: Vietnamesisch
Nationalfeiertag: 02. September
Währung: 1 Dong (D) = 100 Hao= 100 Xu
Zeitzone: MEZ +7 Std.

Internet: www.vietnambotschaft.org | www.na.gov.vn

Landesnatur:
V. erstreckt sich über 1.600 km Länge an der O-Küste der Halbinsel Hinterindien. Die Breite beträgt im N 600 km, in der Mitte 60 km, im S 350 km. Kernräume sind das Tonkin- (im N) und das Mekongdelta (im S); beide sind durch eine schmale Küstenebene verbunden. Nach W folgt ein stark gegliedertes Bergland. Es erreicht 3.142 m Höhe im N und setzt sich nach S in der Küstenkette von Annam fort. Es herrscht trop.-monsunales Klima. Trop. Regenwald und laubabwerfende Monsunwälder sind verbreitet. Im N gibt es Nadelwälder, an den Küsten Mangroven.

Bevölkerung:
Über 80% der Ew. sind Vietnamesen, die sich traditionell zum Buddhismus bekennen. Sie leben vorwiegend im Tiefland. Im Bergland leben Minderheiten, u. a. Miao, Muong und Bergstämme (Montagnards), im S Cham, Khmer und Chinesen. Es besteht 10jährige Schulpflicht. V. verfügt über 3 Universitäten.

Wirtschaft, Verkehr:
Dem Eigenbedarf dient der Anbau von Reis, Mais, Hirse, Kartoffeln, Bataten, Maniok, Sojabohnen und Zuckerrohr. Exportiert werden u. a. Gemüse, Obst, Kautschuk, Erdnüsse, Kaffee und Tee. An Bodenschätzen verfügt V. über Steinkohle, verschiedene Erze und Salz; Wiederaufbau der Ind. nach 1975. Ein wichtiger Devisenbringer sind textile und handwerkl. Erzeugnisse, auch Rattan- und Binsenartikel. Das Eisenbahnnetz ist 4.200 km lang, das Hauptstrassennetz 65.000 km. Wichtigste Häfen sind Haiphong, Thanh Phô Hô Chi Minh und Da Nang. Internat. Flughafen bei Hanoi und Thanh Phô Hô Chi Minh.

Geschichte:
Von der Frühzeit bis zur Kolonialzeit: Im Delta des Roten Flusses errichteten die Viêt 257 v. Chr. den Staat Aulac, der in dem nach 209 v. Chr. entstandenen Reich Nam Viêt aufging. 111 v. Chr. wurde es zur chin. Prov.; 939 Vertreibung der Chinesen und Gründung der ersten nationalvietnames. Dynastie. Unter der späten Lêdynastie (1428-1788; 1527-92 verdrängt) endgültige Unterwerfung des mittelvietnames. Reiches Champa (1471). Die Feudalgeschlechter Nguyên und Trinh brachten die fakt. Regierungsgewalt an sich; die Nguyên bauten sich in Süd-V. ein seit 1620 unabhängiges Herrschaftsgebiet auf. Die Zweiteilung des Landes wurde im Tây-So'n-Aufstand (1772-78) beendet.

Kolonialzeit und Indochinakrieg:
Die 1802 folgende Nguyêndynastie musste 1862 die reichsten Prov. in Süd-V. (Kotschinchina) an Frankreich abtreten, das 1880-85 Annam und Tonkin ein Protektoratsverhältnis aufzwang und diese 1887 mit Kotschinchina zur Indochin. Union vereinigte. 1941 ging aus der von Ho Chi Minh 1930 gegr. Kommunist. Partei Indochinas die Freiheitsbewegung Vietminh hervor, die nach der frz. Niederlage im 2. Weltkrieg und der Besetzung durch die Japaner das gesamte Land erfasste. Am 02.09.1945 rief Ho Chi Minh die Demokrat. Republik V. (DRV) aus. Entgegen dem frz.- vietnames. Abkommen vom 06.03.1946, das der DRV den Status eines freien Staates innerhalb der Frz. Union zuerkannte, betrieb Frankreich eine Rekolonialisierungspolitik, der der Vietminh Widerstand entgegensetzte. Entschieden wurde der verlustreiche Kampf durch die Niederlage des frz. Expeditionskorps in Ðiên Biên Phu 1954. Auf der Genfer Indochina-Konferenz 1954 wurde die provisor. Teilung von V. in eine nördl. Zone, in die sich die Truppen des Vietminh, und eine südl., in die sich die des frz. Expeditionskorps zurückziehen sollten, vereinbart (Vietnamkrieg).

Nord-Vietnam:
In Nord-V. festigte die seit Nov. 1955 durchgeführte Landreform die Macht der Kommunisten. 1960 trat eine neue Verfassung in Kraft. Die starke Abhängigkeit von den sowjet. Kriegsmateriallieferungen für den Guerillakrieg in Süd-V. bewirkte die zunehmende Orientierung nach Moskau. Die amerikan. Bombenangriffe auf Nord-V. ab 1964 brachten zwar erhebliche Verluste und Zerstörungen, unterbanden jedoch den Nachschub nach Süd-V. nicht.

Süd-Vietnam:
In Süd-V. wurde 1954 der antikommunist. und antikolonialist. Katholik Ngô Ðinh Diêm Regierungschef; im Okt. 1955 wurde die Republik Süd-V. ausgerufen und Ngô Ðinh Diêm zum Präs. bestellt. Seine Gewaltherrschaft führte zum Anschluss auch der nationalgesinnten bürgerl. Kräfte an die kommunist. geführte Nat. Befreiungsfront von Süd-V. (FNL; Vietcong). Nach mehreren Militärrevolten (1963 Sturz Diêms) wurde 1965 General Nguyên Vàn Thiêu Staatsoberhaupt (1967 Präs.). Die alten Privilegien blieben jedoch ebenso bestehen wie die Korruption in Armee und Verwaltung. Nach dem Abzug der amerikan. Truppen aus V. 1973 brach Süd-V. im April 1975 völlig zusammen; die von der FNL getragene Provisor. Revolutionsregierung von Süd-V. übernahm die Regierungsgewalt.

Das wiedervereinigte Vietnam (seit 1976):
1976 wurde offiziell die Wiedervereinigung von Nord- und Süd-V. vollzogen (02.07.1976 Gründung der Sozialist. Republik V. [SRV]). Der Prozess der Integration von Süd-V. verschärfte sich ab 1978 und führte zu einem nicht abreissenden Flüchtlingsstrom (1975-80 rd. 800.000 Flüchtlinge). Ende 1977 begannen krieger. Auseinandersetzungen mit dem nach China orientierten Kambodscha, das bis zum Frühsommer 1979 weitgehend unterworfen wurde. Die VR China reagierte mit dem Einmarsch in Nord-V. Anfang 1979, zog sich aber nach einigen Wochen aus den meisten besetzten Gebieten zurück. Grenzzwischenfälle dauerten jedoch fort. 1985 eroberten vietnames. Truppen im W Kambodschas wichtige Stützpunkte der Roten Khmer und der nichtkommunist. Widerstandsbewegung. 1989 zog V. seine Truppen aus Kambodscha zurück und unterstrich seine Politik einer vorsichtigen aussenpolit. und wirtschaftl. Liberalisierung. Im April 1992 wurde eine neue Verfassung verabschiedet, die zwar weiterhin den Führungsanspruch der KP festschreibt, aber auch das Recht auf Privateigentum zusichert. Erster Staats-Präs. wurde Le Duc Anh.

Politisches System:
Sozialist. Republik; Verfassung von 1992. Staatsoberhaupt ist der Staatspräs. Die Exekutive liegt beim Min.rat unter dem Min.-Präs., die Legislative bei der Nat.versammlung (395 Abg., für 5 Jahre gewählt), die den Staatspräsidenten und den Min.-Präs. wählt. Beherrschende Partei ist die Kommunist. Partei Vietnams (KPV, bis 1976 Vietnames. Arbeiterpartei). Staatsoberhaupt: Tran Duc Luong (seit 25.09.1997) ; Regierungschef: Phan Van Khai (seit 25.09.1997)
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Saigon:
['tsaigcn, tsai'gcn] Thanh Phô Hô Chi Minh.
Thanh Phô Hô Chi Minh:
[vietnames. qaîò fo ho tòi mij] (Ho-Chi-Minh-Stadt; bis 1976 Saigon), vietnames. Stadt am N-Rand des Mekongdeltas, 3,17 Mio. E. 2 Univ., Museum; botan. Garten. Wichtigstes Ind.zentrum S-Vietnams; Flusshafen; internat. Flughafen. Europ. Stadtbild mit Bauten im Kolonialstil, Alleen und Parks; im Vorort Cholon Pfahlbauten an Kanälen. - Die ehem. Khmersiedlung Saigon wurde 1859 Sitz des frz. Gouverneurs von Kotschinchina, 1887-1902 Hauptstadt des frz. Indochina; 1945 von jap. Truppen erobert; 1954-76 Hauptstadt Süd-Vietnams.

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Vietnamesen:
Vietnamesen (früher Annamiten), zur mongoliden Rasse gehörendes Volk in Hinterindien, mit eigener Sprache (Vietnamesisch); Staatsvolk Vietnams.

Vietcong:
Vi|et|cong [viet'kc§], der; -s, -[s] (nur Sing.: polit.
Bewegung im früheren Südvietnam; Mitglied dieser Bewegung) Vietcongs;
(Vi|et|congs)

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Vietminh:
Vietminh [vi'etmin, viet'min], 1941 von Ho Chi Minh gegr. und unter kommunist. Führung stehende Bewegung gegen den jap. Imperialismus und den frz. Kolonialismus. Vietnam (Geschichte), Vietnamkrieg.
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USA (Geschichte - Auszug):
Präs. J.F. Kennedys verstärkt nach der Kubakrise (1962) einsetzende Entspannungsbemühungen wurden teilweise durch den militär. Einsatz in Vietnam belastet, der sich unter den Präs. L.B. Johnson und R.M. Nixon bis Anfang der 1970er Jahre stetig steigerte (Vietnamkrieg).
Das Ausbleiben dauerhafter Erfolge und die ab 1965 von den Universitäten ausgehende Protestbewegung gegen die amerikan. Kriegsbeteiligung führten 1973 zum Abzug der amerikan. Truppen; der Glaube an die Unbesiegbarkeit der USA und an ihre Rolle als Weltpolizist sowie die beherrschende Stellung des Dollars im Weltwährungssystem waren in hohem Masse beschädigt.

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Pariser Konferenzen:
5. Internat. Vietnamkonferenz (26.02. bis 02.03.1973): Vereinbarung eines
Waffenstillstandes im Vietnamkrieg.

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Chemische Waffen:
Erstmalig wurden C-Waffen im I. Weltkrieg (Gaskrieg) eingesetzt ; Im II. Weltkrieg kamen sie nicht zur Anwendung, wurde aber ab 1942 von den USA getestet ; Im Vietnamkrieg wurde Napalm von den USA eingesetzt ; Zuletzt hatte Saddam Hussein Nervengas gegen den Iran eingesetzt (1988)
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Genfer Indochina-Konferenz 26. April-21. Juli 1954:
Ziel war die Beendigung des Vietnamkriegs. Für Vietnam wurde eine Demarkationslinie nahe dem 17. Breitengrad festgelegt, die jedoch keine polit. Grenze sein sollte. Die vietnames. Regierungstruppen sollten sich in die südl., der Vietminh in die nördl. Zone zurückziehen. Die Vereinbarungen führten zu keiner Befriedung.

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BÜCHER
Peter Scholl-Latour: Der Tod im Reisfeld. 30 Jahre Krieg in Indochina, 1979.
Peter Scholl-Latour: Tod im Reisfeld, 1983.; P. Krebs: Die Kinder von Vietnam, 1990.
O. Fallaci: Wir, Engel und Bestien. Ein Bericht aus dem Vietnamkrieg, 1986.
A. Buro/K. Grobe: Vietnam! Vietnam? Ed. Suhrkamp 1197.

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PERSON

Dr. Peter Roman Scholl-Latour, geb. 09.03.1924 [Bochum, DT] - gest. 16.08.2014 [Rhöndorf am Rhein, DT], seit 1950 Journalist, 1960 - 1963 Afrika-Korrespondent der ARD, 1963 - 1969 Leiter des Pariser Studios der ARD, 1969 - 1971 Programmdirektor des WDR, ab 1971 Chefkorrespondent des ZDF in Paris, 1973 Gefangennahme in Vietnam, allerdings konnte er so Bilder aufnahmen, die kein anderer Journalist hatte, 1975 - Mai 1983 auch als Leiter des ZDF-Studios in Frankreich tätig, 1981 in Afganistan, 1983 - Mitte 1988 war er Vorstandsmitglied von Gruner + Jahr, sowie 9 Moante als Chefredakteur des "STERN", dezitiert für die Nachrüstung der Pershing II-Raketen, heute freier Journalist, Publizist und Nah-Ost-Experte (Iran, Irak) ; mag keine Massenansammlungen, mag nicht fotografiert werden, ist konservativ, ein neugieriger Mensch, er ist wie er ist, ist nicht feige und sagt was zu sagen ist ; 28 Bücher bis 2007 (bis 2014 30 Bücher)

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LINKS ZUM VIETNAMKRIEG DER USA

www.vva.org (Vietnam Veterans of America)
www.vvmf.org (Vietnam Veterans Memorial Fund)
www.vvof.org (Vietnam Veterans of Florida)
grunt.space.swri.edu (Vietnam Veterans of America)
www.wardogs.com (Military Memories)
www.themovingwall.org (The Moving Wall of the Vietnam Veterans)
www.military-network.com (Militärnetzwerk)
thewall-usa.com (Vietnam Veterans Memorial)
www.vietvet.org/calmem.htm (Vietnam Veterans)
grunt.space.swri.edu/angelfir.htm (Vietnam Veterans of America)
www.vwam.com (Vets With A Mission)

weitere Links:
Bilder zum Krieg und Protesten (www.vietnampix.com)

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